Verantwortung & Transparenz

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Lieferketten in der Textilindustrie transparent gestalten

Seine eigene Lieferkette zu kennen und zu verstehen ist grundlegende Voraussetzung für die Umsetzung von unternehmerischen Sorgfaltspflichten.

Unternehmen können sozialen, ökologischen und Korruptions-Risiken in ihrer Lieferkette nur dann effektiv begegnen, wenn sie wissen, wo, wie und von wem ihre Produkte hergestellt werden. Um langfristige Verbesserungen für Mensch und Umwelt in den Lieferketten zu ermöglichen, müssen gute, interoperable Lieferkettendaten öffentlich zugänglich sein. Nur so lassen sich Kooperationsmöglichkeiten zwischen Unternehmen identifizieren, Synergien nutzen und Wirkungen erhöhen. Davon profitieren vor allem die Rechteinhaber*innen. Darüber hinaus erwarten heute Konsument*innen, Investor*innen und Gesetzgeber*innen vermehrt, dass die Kenntnisse der Unternehmen über Herkunft und Produktionsbedingungen von Textilien auch nach außen transparent gemacht werden.

Lieferkettentransparenz und der Umgang mit Vorfällen in der Textilindustrie bleiben für die Akteur*innen des Textildialogs zentral. Das DST setzt dabei auf die Nutzung etablierter externer Ressourcen: Teilnehmende Unternehmen werden ausdrücklich ermutigt, ihre Daten in Tools wie beispielsweise dem Open Supply Hub einzuspeisen, um Transparenz in ihrer Lieferkette zu stärken. 

Open Supply Hub

Das Open Supply Hub ist ein Open-Source-Tool, das Textil-Produktionsstätten weltweit abbildet und ihnen eine eindeutige Identifikationsnummer zuweist. Das OS Hub ist somit eine Anlaufstelle für die Identifizierung von Produktionsstätten und deren Zugehörigkeiten, indem es Lieferantenlisten von unterschiedlichen Akteuren aus jeglichen Sektoren in einer zentralen, unabhängigen und öffentlich zugänglichen Datenbank zusammenfasst. Dadurch möchte das OS Hub eine verbesserte Identifizierung von Produktionsstätten ermöglichen und somit die engere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stakeholdern fördern.

Textile Incident List

Die von den DST-Teilnehmenden FEMNET, HEJSupport, INKOTA und SÜDWIND gepflegte Textile Incident List ist eine zentrale Ressource für unser Netzwerk. Mit ihrem detaillierten, wissenschaftlich fundierten Ansatz prüft sie einzelne Vorfälle in der Textilindustrie und stellt sie übersichtlich dar. Marken und Lieferanten können die Liste als Ausgangspunkt für Risikominderung und die Umsetzung ihrer HREDD-Verpflichtungen nutzenum effizient zu handeln und Vorfälle angemessen zu adressieren. 

Leitfaden: Schritt für Schritt zu mehr Transparenz in der Lieferkette

Das Dialogue and Impact for Sustainable Textiles hat gemeinsam mit dem Grünen Knopf und in Kooperation mit focusright GmbH einen Leitfaden entwickelt, der Unternehmen dabei unterstützt, mehr Transparenz in ihrer Lieferkette herzustellen. Dieser liefert hilfreiche Informationen über die Rolle von Lieferkettentransparenz bei der Umsetzung von Sorgfaltspflichten. Ein besonderer Fokus liegt darauf, die tieferen Stufen der Lieferkette und damit verbundene Akteure abzubilden. Er gibt Orientierung darüber, wie sich nach außen mehr Transparenz schaffen lässt und welche Möglichkeiten es gibt, Lieferkettendaten offenzulegen.

Das Textilbündnis ist transformiert

Das bisherige Bündnis für nachhaltige Textilien (BNT) ist nun offiziell das “Dialogue and Impact for Sustainable Textiles“. Das Multi-Stakeholder Netzwerk verbindet engagierte internationale, europäische und lokale Stakeholder noch enger, um eine sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Textil- und Bekleidungsbranche zu fördern. Im Fokus stehen praxisnaher Austausch, Wissenstransfer, Entwicklung von Initiativen sowie die Einbindung lokaler Akteure.  
 
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